Saoirse Ronan (Susie Salmon) / © 2009
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Nr. 30 / 18. Februar 2010
#«The Lovely Bones»: Interview mit Susan Sarandon
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film
«The Lovely Bones»: Interview mit Susan Sarandon

Peter Jackson erinnert sich an seine Wurzeln. 1994 schaffte der Neuseeländer den Durchbruch mit einem intimen Kammerspiel über zwei Mädchen, deren Beziehung von der Erwachsenenwelt nicht akzeptiert wird. Kate Winslet wurde mit diesem Film berühmt und Jackson für «Heavenly Creatures» als neuer Shootingstar gefeiert. Nach der übermächtigen Trilogie «Lord Of The Rings» kehrt Jackson zur Intimität zurück. In der Verfilmung von Alice Sebolds Romanvorlage «The Lovely Bones» spielt die 14jährige Irin Saoirse Ronan ein Mädchen auf der Kippe zur Pubertät, das von einem Nachbarn in eine Falle gelockt und ermordet wird. Ihre Eltern und ihre Schwester zerbrechen fast ob des Schmerzes – da erscheint die chronisch beschwippste Grossmutter, um zum Rechten zu schauen. Die Rolle ist perfekt für Susan Sarandon, die selbst den grimmigsten Momenten einen Lacher abzuringen versteht.

Susan Sarandon, Sie spielen in «The Lovely Bones» die Grossmutter des ermordeten Mädchens. Wie sind Sie die Rolle angegangen?

Die Grossmutter ist die Deus ex Machina. Sie erscheint im letzten Moment aus dem Nichts und rettet die Familie auf eine Art und Weise, die – so hoffe ich – ziemlich lustig ist. Denn die Frau ist ja vollkommen unfähig. Sie ist die allerletzte Person, von der man erwarten würde, dass sie eine Familie retten könnte. Ich finde es berührend, wie diese Frau in dieser Situation doch noch eine Chance bekommt, sich zu bewähren, wo sie als Mutter ziemlich sicher nicht den