Jake Gyllenhaal                                                     © Warner

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das kulturelle überformat
Nr. 5 / 31. Mai 2007
#«Zodiac» von David Fincher
  6/6
film
«Zodiac» von David Fincher

Am Anfang zeigt dies Fincher noch in seinen bekannten Pastelltönen, in denen die düstere Atmosphäre durchschimmert, die ein Jahr lang die gesamte San Francisco Bay in Angst und Schrecken zu versetzen vermochte. Der Film geht aber noch weiter. Nachdem der «Zodiac» zehn Jahre lang nichts von sich hören liess, schickte er 1978 seinen letzten, den insgesamt 26. Brief mit den Worten «I am back with you». Die Welt ist dann eine andere. Avery, Toschi und Graysmith an einem anderen Punkt ihres Lebens angelangt. Fincher unterlegt dies mit Bildern, in denen neue Farben dominieren. Als hätte die Vergangenheit nicht stattgefunden. Es bleibt in der Folge die Aufgabe von Robert Graysmith, seine ganz persönliche Obsession weiterzuführen. Eine Obsession, die unweigerlich an jene des Regisseurs erinnert. Vielleicht ist «Zodiac» deswegen David Finchers persönlichster Film geworden.

Rudolf Amstutz
«Zodiac», USA 2007. Regie: David Fincher. Drehbuch: James Vanderbilt, basierend auf den Büchern «Zodiac» and «Zodiac Unmasked» von Robert Graysmith. Mit Jake Gyllenhaal (Robert Graysmith), Mark Ruffalo (Inspektor Dave Toschi), Robert Downey Jr. (Paul Avery), Anthony Edwards (Inspektor Bill Armstrong), Brian Cox (Melvin Belli), Elias Koteas (Sgt. Jack Mulanax) und Chloë Sevigny (Melanie).

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