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das kulturelle überformat
Nr. 17 / 5. September 2008
#Patent Ochsner – Interview mit Büne Huber
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musik
Patent Ochsner – Interview mit Büne Huber

Dies ist aus mehreren Gründen ein unübliches Interview. In erster Linie darum, weil sich der Schreiber und der Künstler seit Jahren schon kennen. Die Zahl der gemeinsamen Gespräche ist in etwa dieselbe wie die Anzahl Alben, die Patent Ochsner, seit ihrer legendären «Schlachtplatte» von 1991 veröffentlicht haben. «The Rimini Flashdown» ist ihr siebtes Studioalbum, hinzu kommt mit «Honigmelonemond» (2000) auch ein solistischer Ausflug Büne Hubers hinzu. Die Gespräche zwischen uns entfernten sich deshalb irgendwann in der Folge vom üblichen Frage- und Antwortspiel, und deshalb auch vom journalistischen Grundsatz der Distanz und Objektivität. Diese im Moment in dreijährigem Abstand stattfindenden Treffen – «The Rimini Flashdown – Part 2» soll 2011 erscheinen – sind nicht darauf angelegt, die aktuelle Platte im Detail durchzudiskutieren. Beide lassen sich darauf ein und am Ende wissen alle, der Autor wie der Leser, wieder ein bisschen mehr über diesen 46-jährigen Berner, der sich genauso Gedanken übers Älterwerden macht wie er heute noch als staunendes Kind die Welt betrachten kann. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Begrüssung herzlich ist und die Verabschiedung noch herzlicher. Weil der Eine wieder an seinen Flügel sitzt und Lieder schreibt, während der Andere zu seinem Platz jenseits des Atlantiks zurückkehrt. Mit der Gewissheit, dass sich in drei Jahren alles wieder wiederholen wird.

Büne Huber: Mann, Du bist aber nicht speziell wegen mir aus New York gekommen?