Jim Jarmusch / Foto: © Filmcoopi

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das kulturelle überformat
Nr. 25 / 22. Juni 2009
#«The Limits of Control» von Jim Jarmusch
  2/7
film
«The Limits of Control» von Jim Jarmusch

He who thinks he is bigger than the rest
must go to the cemetery
there he will see what life really is
It’s a handful of dirt
a handful of dust

Leitmotiv aus «The Limits of Control»
Es wird Leute geben, die diesen Film hassen werden. Aus dem einfachen Grund, dass er sich nicht an die mehrheitsfähige Definition von Film hält. Doch Kunst sollte nicht ein Dienstleistungsunternehmen sein. Und «The Limits of Control» verweigert sich jeglicher Befriedigung von Bedürfnissen. Das Problem besteht in allen Künsten, die auch Teil der Unterhaltungsindustrie geworden sind. Musik, Literatur und Kino sollten aus kommerzieller Sicht in erster Linie unterhalten. Doch Jarmusch kontert dieses Diktat mit einem Film, der in der heutigen Wahrnehmung von Filmstars und Gewinnbringung an eine Zeit erinnert, in der der Autorenfilm noch etwas gegolten hat. An eine Zeit, in der man einen neuen Film mit dessen Macher und nicht mit der Hauptrolle in Verbindung brachte. Denn «The Limits of Control» ist in erster Linie ein Film, der nur von Jim Jarmusch stammen kann. In jeder einzelnen Einstellung, in jeder trickreichen Visualisierung, in seiner Kargheit und der fast meditativen Ruhe scheint jede Sekunde dieses Films seine Unterschrift zu tragen, auch weil sein Gesamtwerk, angefangen bei «Stranger Than Paradise» (1984) über «Dead Man» (1995) und «Ghost Dog: The Way of the Samurai» (1999) bis hin zu «Coffee And Cigarettes» (2003) und «Broken Flowers» (2005), darin reflektiert wird.


















When I wrote a script and some idea came to me from another source, I would immediately shove it away and say, ‹That’s not original, that’s not my idea, I don't want that entering this story.› But in this case, I decided, well, why not just open the doors to those things? Don’t hide them. When Charlie Parker quotes a standard in the middle of a solo, he weaves it in beautifully, and it makes a reference, but he’s still making his own music out of it.

Jim Jarmusch über «The Limits of Control»